A K T U E L L

24-Stunden-Rennen, Le Mans 2001


offizielles Logo des 24-Stunden-Rennens 2000

Autor: Ansgar Kreft
Photos: Ansgar Kreft, Frankfurt,
Monsieur Tricot, Le Mans


 

Eigentlich gehört der folgende Beitrag gar nicht hierher, denn wir sind nicht als offizielle Abordnung des Frankfurter Ortszirkel nach Frankreich gefahren. Wir wollen Euch dennoch ein paar Einblicke in unser Rennerlebnis "24 Stunden von Le Mans" gewähren.
Es begab sich, dass Ludger und ich uns irgendwann einmal spontan verabredet haben, zum nächsten 24-Stunden-Rennen nach Le Mans zu fahren, da ich familiäre Kontakte dorthin habe. Und dann, am 13. Juni, war es dann soweit. Wir fuhren mittags in Frankfurt los.
Erste Pause Unsere erste Pause machten wir an der Autobahn, bereits in Frankreich, wo wir es uns richtig gut gehen ließen. Gestärkt ging es dann weiter. Vorbei an Reims und über die Francilienne um Paris herum. Die Tankfüllung von Luxembourg aus reichte dann bis Chartres, ein Ort in Nordfrankreich.
Er ist berühmt unter Anderem für seine Kathedrale, die man schon von weitem sehen kann. Die Fenster in dieser Kathedrale wurden teilweise von Marc Chagall geschaffen. Sie strahlen von einem wunderschönen Blau. Leider ließ die mangelnde Zeit und die untergehende Abendsonne uns keine Chance, sie zu besichtigen. Wir nahmen uns dieses aber für den Rückweg vor. Sonnenuntergang in Chartres Kathedrale in Chartres
Altstadt von Le Mans Und weiter ging es Richtung Le Mans. Die letzten 150 Kilometer waren dann auch recht schnell geschafft, so dass wir gegen 23 Uhr in Le Mans ankamen.
  Der nächste Tag gehörte dann der Besichtigung der berühmten Altstadt von Le Mans. Wir haben den "Pilier Rouge" gesehen, eine alte Häusersäule, die aus rotem Sandstein gebaut ist. Die Kathedrale St. Julien ist ebenfalls sehenswert. Und ganz besonders reizvoll sind die kleinen verwinkelten alten Gassen in Le Mans mit ihren Lädchen, Bistros und Bars.

Altstadt von Le Mans

Und da wir nicht nur nach Le Mans gekommen sind, um in Sachen Kultur unterwegs zu sein, besannen wir uns auf das Megaereignis dieses Wochenendes, das 24-Stunden-Rennen. Eine Besichtigung der Rennstrecke, von der ein Teil öffentliche Straße ist und nur zum Rennen gesperrt wird, barg dann in der Kurve von Arnage eine große Überraschung: Eine Versammlung von englischen Lotus-Fahrern. Diese extravaganten Fahrzeuge mussten dann natürlich näher unter die Lupe genommen werden. Unser Ludger durfte sogar in einen Lotus einsteigen, hatte da aber gewisse Schwierigkeiten mit, da diese Fahrzeug nicht gerade mit einem üppigen Platzangebot aufwarten. Lotustreffen in der Kurve von Arnage
Hier könnt Ihr Euch seine Schwierigkeiten mal ansehen Ludger beim Einsteigen Ludger endlich drin erleichtert wieder draussen
Abbay de l`Épau, Kreuzgang Abbay de l`Épau, Kirche Zurück zur Kultur. Auf dem Programm stand weiterhin die Abbaye de l'Epau, eine alte Zisterzienserabtei aus dem 13. Jahrhundert. Hier hatten die Mönche gelebt und gearbeitet. Zu besichtigen ist der Kirchenraum, der derzeit für alle möglichen Ausstellungen, Konzerte und andere Veranstaltungen genutzt wird. Gut erhalten ist die Schreibstube, dessen einzigartiges Heizsystem Einblicke in das ärmliche Leben von damals gibt. Auch das Dormitorium, der Schlafsaal der Mönche, ist zu sehen.
Die Kulisse der Abtei wird übrigens gerne für Hochzeitsphotos und ähnliches genutzt. Und siehe da, kaum haben wir uns mal auf die Rückseite der Anlage verlaufen, fanden wir uns mitten in den Vorbereitungen für den Fahrerempfang eines Renn-Teams wieder. Und besonders reizvoll war dann der Anblick eines Luxusautos neben den altehrwürdigen Mauern der alten Mönche. Kirchenmauern und Auto
An der Strecke Jetzt aber zurück an die Rennstrecke, schließlich ist ja freies Training. Glücklicherweise war das Wetter nicht allzu gut, so dass vielleicht nicht ganz so viel Leute da sind. Hier einige Eindrücke von der Rennstrecke, später im Text kommen noch weitere.   Nach einem anstrengenden Tag auf den Beinen geht es erst mal zum Abendessen zur Verwandtschaft. Der Nachwuchs übt auch schon fleißig. Und dieses leckere Bierchen zum Ausklang des Tages haben wir uns wirklich verdient ! Nachwuchs übt schon
An der Strecke Abends im Garten
Fahrerparade vor der Kathedrale St. Julien Oldtimer bei der Fahrerparade Am nächsten Tag fand vor der Kathedrale St. Julien in Le Mans die Fahrerparade statt, die man auf keinen Fall verpassen sollte. Auch wir waren dabei und haben uns dieses Spektakel angesehen. Wir zeigen Euch aus der Fülle der Photos jedoch nur einen kleinen Ausschnitt, ansonsten würde die Ladezeit dieser Site über das normale Maß hinaus strapaziert werden.
Nachmittags dann endlich der Start des Rennens. Bekanntlich geht so ein 24-Stunden-Rennen einen ganzen Tag lang. Wir können Euch versichern, dass wir lange an der Strecke waren, aber die ganzen 24 Stunden auszuhalten, ist einfach nicht möglich. Wir sind bis spät in der Nacht geblieben, zum Schlafen jedoch sind wir dann wieder gefahren und erst am nächsten Vormittag wiedergekommen, um den Abschluss des Rennens und die Siegerehrung mitzubekommen. Nachtfahrt 24-Stunden von Le Mans
'Hotel 24-Stunden' Und nun gebührt es sich, einen ganz besonderen Dank an unsere Gast-Eltern auszusprechen. Wir waren aufgenommen wie in einem Hotel, nachts zum Schlafen da, ansonsten nach dem Frühstück den ganzen Tag unterwegs. Vielen Dank dafür !   Ludger vorm 'Hotel'
Die berühmten Chagall-Fenster in der Kathedrale von Chartres Die Kathedrale von Chartres Und wie oben bereits erwähnt, führte unser Rückweg am nächsten Tag wieder über Chartres und seine berühmte Kathedrale, die wir diesmal auch besichtigt haben. Natürlich kommen auf so einem Photo die Farben nicht in ihrer Gänze und Schönheit zur Geltung, daher die Empfehlung: Fahrt selbst mal hin, es lohnt sich !
Und da wir auf der ganzen Frankreichfahrt noch nicht genug Kultur zu Gesicht bekommen haben, haben wir uns noch einen Besuch des Chateau Vaux-le-Vicomte gegönnt. Ich kann Euch sagen, es gibt nichts Größeres und Prächtigeres als dieses Schloss. Eine Anlage, von der man nur träumen kann. Das Gelände hat unfassbare Ausmaße. Auch hier fassen die Photos längst nicht alle Eindrücke, die dieses Bauwerk hergibt.
Vaux-le-Vicomte, Frontansicht Vaux-le-Vicomte, Ludger Vaux-le-Vicomte, der Garten, vom Dach des Schlosses aus gesehen Vaux-le-Vicomte, Blick aus dem Garten
Und mit diesen Impressionen möchte ich Euch jetzt wieder verlassen. Ich kann Euch noch sagen, dass wir spät in der Nacht erst wieder zurück in Frankfurt waren, müde, aber voller Eindrücke und schöner Erinnerungen. Es war für uns eine schöne Fahrt und wir werden bestimmt wieder mal hinfahren.
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